Heizungskauf

Heizungskauf: Wie man die richtige Heizung findet

Eine neue Heizung will gut überlegt sein, schließlich handelt es sich um eine nicht zu unterschätzende Investition. Die richtige Heizung ist zu finden, allerdings gar nicht so einfach. Neben den Anschaffungskosten spielen auch Wartung und die Betriebskosten eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
Von 02.09.2020 23:15
 Heizungskauf: Wie man die richtige Heizung findet

Der Kauf einer neuen Heizung sollte möglichst früh geplant werden, um zu verhindern, dass die alte Heizung plötzlich defekt ist und es im Winter kalt wird. Zudem steigt die Gefahr, dass beim Kauf unter Zeitdruck wichtige Punkte übersehen werden oder keine Zeit mehr ist, um eine Förderung zu beantragen. Gerade Fördergelder spielen beim Heizungskauf eine zunehmend wichtige Rolle. Allerdings werden nicht alle Heizvarianten vom Staat gleichermaßen unterstützt, was ebenfalls dafür spricht, sich im Vorfeld genau zu informieren.

Heizen mit fossilen Brennstoffen
Gas und Öl sind die Klassiker unter den Heizstoffen und kommen auch heute noch überwiegend zum Einsatz. Klassische Heizkessel werden mittlerweile aber vielfach durch moderne Brennwertkessel ersetzt. Diese haben den Vorteil, dass sie deutlich effektiver arbeiten und weniger Energie verbrauchen. Allerdings fällt für Gas und Öl ab 2021 eine neue CO2-Abgabe an, welche den Betrieb grundsätzlich noch etwas teurer machen wird.

Besitzer einer Öl-Heizung können die Kosten aber zumindest etwas beeinflussen, da sie ihren Lieferanten frei wählen können. Zudem besteht die Chance, bei einem niedrigen Ölpreis viel Geld zu sparen. Allerdings wird für eine Öl-Heizung grundsätzlich mehr Platz benötigt, da neben dem Kessel auch Öltanks erforderlich sind. Dieses Problem haben Gasheizungen nicht. Diese sind relativ kompakt und leicht zu montieren. Zudem ist Gas durch Biogas etwas zukunftssicherer als Öl, immer vorausgesetzt, in dem Haus ist ein Gasanschluss vorhanden.

Alternative Heizungsarten
Der große Nachteil von Öl und Gas bleibt allerdings die Tatsache, dass es sich bei beiden um fossile Brennstoffe handelt. Nicht umsonst werden aktuell auch im Heizbereich die erneuerbaren Energien stark gefördert. Vielfach entscheiden sich Hausbesitzer daher für eine Kombination aus klassischer Heizung und unterstützenden erneuerbaren Ressourcen. Besonders Solarthermie wird mittlerweile sehr gern mit einem Heizkessel kombiniert.

Wer komplett auf erneuerbare Energien setzen möchte, für den bieten sich Wärmepumpen an. Diese nutzt die Energie aus der Umgebung wie beispielsweise aus der Luft oder dem Erdreich. Für Wärmepumpen spricht vor allem die hohe Effizienz. Allerdings wird für den Betrieb auch vergleichsweise viel Strom benötigt, was bei hohen Strompreisen zu gleichfalls hohen Betriebskosten führen kann.

Aus dem gleichen Grund sind reine Elektroheizungen in vielen Wohnungen meist ebenfalls nicht rentabel. Zwar lassen sie sich einfach montieren und heizen Räume auch schnell auf, die Betriebskosten fallen jedoch sehr hoch aus. Oft werden Elektroheizungen daher nur punktuell oder als Unterstützung eingesetzt. Ein ganzes Haus elektrisch zu beheizen, ist vielfach unwirtschaftlich.

Ein Klassiker, der aktuell im Heizbereich eine kleine Wiederauferstehung feiert, ist Holz. Besonders Holzpelletkessel sind zunehmend eine echte Alternative zu Öl und Gas, da sie den Vorteil haben, dass Holz weitestgehend CO2-neutral ist. Zudem liegen die Kosten für Holzpellets noch deutlich unter Gas und Öl. Im Gegenzug fallen die Anschaffungskosten für den Kessel aber etwas höher aus. Hier kann es sich jedoch lohnen, einen Blick auf die staatlichen Fördermöglichkeiten zu werfen.


Richtig Heizen - mit diesen Tipps können Sie Ihre Heizkosten drastisch reduzieren
Richtig Heizen
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Heizung aus, Fenster auf und Fenster zu, Heizung an. Was im Prinzip kinderleicht klingt, ist in der Praxis durchaus mit einigen Fallstricken versehen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die richtige Balance zu finden. Ein angenehmes Raumklima stellt sich nur dann ein, wenn man regelmäßig die alte gegen neue Luft austauscht. Zugleich ist es von großer Bedeutung, dabei nicht zu viel Wärme zu verlieren. Nur so lassen sich die Heizkosten senken.

In den nächsten Abschnitten erhalten Sie wertvolle Tipps rund um die Themen Richtig Heizen, gesundes Wohnklima und wie Sie effektiv Ihre Heizkosten senken.

Welches Wohnklima wird als angenehm wahrgenommen?

Grundsätzlich sollte die Temperatur für ein behagliches Wohnklima zwischen 18 und 22 Grad Celsius und die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 Prozent liegen. Je höher die Heizung eingestellt ist, desto trockener die Luft im Raum. Unterschreitet der Wert der Luftfeuchtigkeit etwa 30 Prozent, kann es zur Reizung der Schleimhäute kommen. Liegt der Wert hingegen sehr hoch, so steigt die Schimmelgefahr - schon bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent können die Pilzsporen wachsen.

Richtig Heizen und Heizkosten senken - befolgen Sie unsere Tipps!

Die Elektroinstallation im Haus richtig planen
Elektroinstallation
Die Elektroinstallation im Haus richtig planen

Worauf es in der Planung der Elektroinstallation wirklich ankommt

Pro Stromkreis sollten keinesfalls mehr als 6 Steckdosen eingeplant werden. Das klingt zwar wenig, reicht im Regelfall aber für alle Zimmer aus. Lediglich in der Küche kann ein Mehrbedarf entstehen, wodurch Sie die Planung für zwei Stromkreise einkalkulieren sollten. In einer herkömmlichen Küche werden bis zu 15 Anschlüsse für Elektro-Kleingeräte und Großgeräte benötigt. Lediglich der E-Herd fällt aus der Planung heraus, da er nicht über den Hausstrom, sondern über eine externe Starkstromleitung mit dreifacher Absicherung versorgt wird. Die Installation wird von einem Fachbetrieb vorgenommen. Doch sollten Sie, ehe Sie den Termin für die Erstberatung beauftragen, bereits ein Konzept für Ihre Elektroninstallation entwickelt haben. Dazu müssen Sie kein technischer Zeichner sein. Es reicht aus, wenn Sie die möglichen Einbauorte für Steckdosen und Lichtschalter, für den Fernseheranschluss und für die Klingel in einen Grundriss des jeweiligen Raumes einzeichnen. Um Ihre Planung verständlich zu machen, können Sie die Zeichnung beschriften und eintragen, welche Elektrogeräte Sie mit welcher Steckdose verbinden möchten. Ein erfahrener Fachbetrieb gibt Ihnen nach dem Blick auf Ihre Planung hilfreiche Tipps, wie Sie den Anspruch in der Menge der Steckdosen mit einem geringeren Aufwand - beispielsweise durch Doppelsteckplätze - realisieren können. In Küchen und Badezimmern gelten besondere Vorschriften für die Elektroinstallation. Es gibt Bereiche, in denen keine offenen Steckdosen montiert werden dürfen. In Feuchträumen ist die Erdung vorgeschrieben, wodurch eine zusätzliche Leitung eingeplant werden muss.

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